
Pilotforschungspreis
$50,000 über ein Jahr
Universität von Wisconsin-Madison (Board of Regents University of Wisconsin System)
Leberlymphgefäße bei der Leberregeneration: Mechanismen und therapeutisches Potenzial
Die Leber spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Körpers, indem sie Nährstoffe verarbeitet, Giftstoffe abbaut und Immunreaktionen reguliert. Spezielle Zellen, die die Blutgefäße der Leber bilden – die sogenannten Lebersinusendothelzellen (LSECs) – sind für diese Funktionen unerlässlich. Verlieren diese Zellen ihre spezifische Identität, können Lebererkrankungen wie Fettleber, Fibrose und Zirrhose auftreten und sich verschlimmern. Trotz ihrer Bedeutung ist der genaue Mechanismus der LSEC-Bildung und -Funktion in der menschlichen Leber noch nicht vollständig erforscht, was die Entwicklung gezielter Therapien erschwert. Ziel dieser Forschung ist es, die Signale zu entschlüsseln, die den LSECs ihre einzigartige Identität verleihen. Anstatt auf Tiermodelle zurückzugreifen, die die menschliche Biologie oft nur unzureichend abbilden, nutzt dieses Projekt fortschrittliche, humanbasierte Labormodelle, die Struktur und Umgebung der menschlichen Leber nachbilden. Durch die Kombination von Gentechnik mit einer „Leber-auf-einem-Chip“-Plattform zur Erzeugung von Blutfluss und Zellinteraktionen untersuchen wir, wie die physikalischen Kräfte des Blutflusses und die Signale der Leberzellen zusammenwirken, um das Verhalten und die Identität der LSECs zu prägen. Das Verständnis dieser Prozesse wird neue Erkenntnisse darüber liefern, wie die Lebergesundheit erhalten bleibt und wie sie im Krankheitsfall beeinträchtigt wird. Diese Arbeit wird verbesserte menschliche Lebermodelle für Forschung und Arzneimitteltests hervorbringen und die Grundlage für neue Therapien schaffen, die direkt auf Leberendothelzellen (LSECs) abzielen. Diese Fortschritte könnten Behandlungsstrategien für chronische Lebererkrankungen verbessern und den Fortschritt in der regenerativen Medizin beschleunigen.